Extrakte aus Schwarz- und Grüntee lindern Hautschäden,
die Krebskranke durch eine Strahlentherapie
davongetragen haben.
Bestrahlung
Tee kann die Haut heilen
Die Extrakte von grünem Tee enthalten
besonders viele entzündungshemmende Stoffe
Eine Strahlentherapie gegen Krebs greift nicht
nur die Tumorzellen an, sondern schädigt auch die Haut der
betroffenen Patienten. Streichen Mediziner auf die betroffenen
Areale Tee-Extrakte, erholt sich die Haut schneller und es
entstehen keine tiefer gehenden Schäden. Das haben deutsche
und amerikanische Wissenschaftler herausgefunden. Die heilende
Wirkung von Tee geht auf seine entzündungshemmenden
Inhaltsstoffe zurück. Grüner Tee wirkt offenbar intensiver als
Schwarztee.
Frühere Studien
hatten bereits angedeutet, dass Tee die Haut vor
Entzündungen schützen kann.
Diese Untersuchungen beschäftigten sich mit den
Auswirkungen von UV-Strahlen und der Entstehung von
Sonnenbrand. Dass Tee auch gegen Nebenwirkungen
anderer Stahlen schützen kann, zeigt die neue
deutsch-amerikanische Studie.
Veträglichere Strahlentherapie
Für ihre Untersuchung haben die Forscher um Frank
Pajonk von der University of California in Los Angeles
zum einen den Effekt von Tee-Extrakten direkt auf der
angegriffenen Haut von 60 Patienten getestet. Außerdem
haben sie die Wirkung dieser Extrakte aus schwarzem
und grünem Tee auf Kulturen weißer Blutzellen im Labor
untersucht. Während sie an den Patienten feststellten,
dass Tee die gefährliche Wirkung der Strahlentherapie
auf die Haut um fünf bis zehn Tage verkürzt, zeigte
sich im Laborversuch, dass die Extrakte die
Ausschüttung entzündungsfördernder Substanzen, der so
genannten Zytokine, hemmen.
Die Wissenschaftler hatten die Grün- und
Schwarztee-Extrakte aus ganz normalen Teebeuteln
gewonnen. Für die Strahlentherapie bedeutet die
Entdeckung, dass die Behandlung mit einfachen Mitteln
verträglicher gemacht werden kann.